Der Verein Herzogstadt- Burghausen e.V. wurde 1985 gegründet und besteht heute aus 16 verschiedenen Gruppen mit ca. 500 Mitgliedern.
Wir sind ein Verein, der die Zeit der Landsknechte und deren Leben darzustellen versucht. Die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts ist unsere Zeit, eben die Renaissance. Wir nehmen an historischen Veranstaltungen teil, wie Stadtjubileen und Burgfeste, historischen Wanderungen in Gewändern und Ausrüstungen aus dem 16. Jahrhundert. Wir pflegen Kontakte zu anderen historischen Gruppen im In- und Ausland. Das Ziel des Vereins ist es, erlebbare Geschichte zu vermitteln. Wir machen jedes Jahr diverse historische Veranstaltungen, die das Leben aus der Renaissance also um 1600 zeigen..

Es wurden auch schon verschiedene Reisen z.B. nach :Bozen (Italien) zum Spectaculum oder Sulmona (Italien) zur 1.Giostra di Europa 2000 sowie nach Fumel-Bonaguil (Frankreich) 2001 welche die Partnerstadt von Burghausen ist, gemacht

Jedes Jahr wird auf der Burg zu Burghausen ein Historisches Burgfest Veranstaltet, im letztem Jahr sind fast 35000 Besucher gekommen, was schon fast zu viel ist. Meine Gruppe sind die Arkebusiere .

Sonnwendfeier 2005

Die Hakenbüchse (engl.: Arquebus, franz.: Crouchet Carabine), auch als Arkebuse, Arquebuse, Hackbut oder Harquebus bezeichnet, ist als Nachfolger der Handkanone und Vorläufer des Karabiners zu betrachten und wurde am Bandolier getragen Im Prinzip ist sie die leichtere und kürzere Version der Muskete mit geringerer Reichweite. Sie ist eine zweihändige Waffe und wird wie ein Gewehr abgefeuert, mit dem Unterschied, daß die Arme, nicht die Schulter, den Rückschlag auffangen, da die Waffe nicht auf letzterer ruht.

Musketier

Die Waffe wird auch Arkebuse (altdeutsch: Arke "Haken" und Buse "Büchse", also Hakenbüchse) genannt, da sich unter dem Lauf oft ein hakenartiger Vorsprung befindet, so daß sie auf einer Mauer oder Brustwehr aufgesetzt werden konnte, um den Rückschlag abzufangen. Jahre nach ihrer Entwicklung dehnte sich der Begriff als allgemeine Bezeichnung für kleine Handfeuerwaffen aus, der von Kavalleristen verwendet wurde.

Die neuen Waffen hatten umwälzende Veränderungen bei der Reiterei zur Folge. Berittene Schützen wie die Arkebusiere, Dragoner usw. trugen nur noch Brust- und Rückenpanzer sowie Helm (Morion oder Sturmhaube). Die Arkebusiere waren für Überraschungsangriffe geschult. Sie preschten an den Feind heran, schwangen sich aus dem Sattel und eröffneten das Feuer.

Die Arkebuse ist eine große, zweihändige primitive Feuerwaffe mit glattem Lauf (im Gegensatz zu Läufen mit Feldern und Zügen darin) gemeint. Aus dem letzten Grund ist die Waffe eben noch kein echtes Gewehr. Sie ist ein Luntengewehr und damit ein sehr gefährliches Gerät, für den Benutzer fast ebenso gefährlich wie für das Ziel. Beim Nachladen muß der Schütze die glimmende Lunte in der linken Hand halten, während er mit der rechten nachlädt.
“Landsknechtleben, lustig Leben”, so hieß es schon vor Jahrhunderten. Dass das nur ein Werbegag der Landsknechtsanwerber war, mußten die Menschen seinerzeit oft schmerzlich feststellen, und nur allzuoft mit dem Leben bezahlen

Arkebusier

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Landsknechtlied:

Die Glocken stürmen vom Bernwardsturm,
der Regen durchrauschte die Straßen.
Und durch den Regen und durch den Sturm
erschallte des Urhorns Blasen.

Das Büffelhorn, das so lange geruht,
Veit Stoßberg nahm's aus der Lade.
Das alte Horn, das schrie nach Blut
und wimmerte: Gott gnade!

Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft,
der Bauer stand auf im Lande.
Und tausendjährige Bauernkraft
macht Schild und Schärpe zuschande.

Die Klingsburg hoch am Berge lag,
sie zogen hinauf in Waffen.
Auframmte der Schmied mit einem Schlag
das Tor, das er fronend erschaffen.

Dem Ritter fuhr ein Schlag ins Gesicht
und ein Spaten zwischen die Rippen.
Er brachte das Schwert aus der Scheide nicht
und nicht den Fluch von den Lippen.

Aufrauschte die Flamme mit aller Kraft,
brach Balken und Bogen und Bande.
Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft,
der Bauer stand auf im Lande.

Text: Börries Freiherr von Münchhausen (1874-1945)